Biopolymernetzwerk Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Biobasierte Alkydharze

Vorwiegend als Funktionspolymere im Bereich der Lacke, aber auch als Spachtelmassen oder Füllstoff kommen Alkydharze zum Einsatz. Das sind Polyester, die durch Polykondensation mehrwertiger Alkohole (z. B. Glyzerin oder Glycol) mit Dicarbonsäuren (z. B. Phthalsäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure oder deren Anhydride) hergestellt werden. Da es sowohl unter den mehrwertigen Alkoholen als auch den Dicarbonsäuren solche gibt, die aus nachwachsenden Rohstoffen gebildet werden können, sind biobasierte oder teil-biobasierte Alkydharze möglich und zum Teil bereits am Markt verfügbar.

Alkydharye werden hauptsächlich als Lackrohstoffe, die mit anderen Anstrichstoffen gut verträglich sind, verwendet.

Ebenfalls als Bindemittel und Lackrohstoffe kommen so genannte geblasene Pflanzenöle (meist Leinöl oder Rapsöl) in der Farbeindustrie zum Einsatz. Durch Einblasen heißer Luft bilden diese Pflanzenöle Peroxidverbindungen, die dann mit den Fettsäuren zu Polymeren weiterreagieren

Werden Pflanzenöle (auch hier wieder vorwiegend Leinöl) mit Vernetzungsadditiven (Sikkativen) versehen, können Firnisse (farblose Schutzanstriche aus schnell trocknenden Ölen) erzeugt werden, die als Anstrichstoffe und Bindemittel für Druckfarben dienen.

Weiterhin werden durch Dimerisierung von pflanzenölbasierten Fettsäuren Dimerfettsäuren hergestellt, die dann mit Polyolen zu Alkydharzen umgesetzt als Bindemittel in Farben und Lacken verwendet werden.

Auswahl an BMEL/FNR geförderten Projekten zu diesem Thema
Verbundvorhaben: Entwicklung von Alkydharzen mit Anhydroalditolen als Alkoholkomponenten (01.06.2010 bis 31.05.2012)
Neue biogene Komponenten für umweltfreundliche Lacke (02.05.2005 bis 31.12.2006)

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