Biopolymernetzwerk Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Biobasiertes PET

PET gehört seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Massenkunststoffen. Ein regelrechter Boom begann 1975 durch den umfassenden Einsatz als „gutgreifige“ und „unkaputtbare“ Getränkeflasche durch die großen nordamerikanischen Erfrischungsgetränke-Hersteller.

PET ist ein thermoplastischer Polyester, der durch Polykondensation aus Monoethylenglykol (oder Ethylenglykol, einem zweiwertigen Alkohol) und Terephthalsäure oder Dimethylterephthalat hergestellt wird.

Seit 2010 werden erste Getränkeflaschen aus teilweise biobasiertem PET angeboten. Dabei wird das Monoethylenglykol (etwa 30 Gew.-%) aus Zuckerrohr-Melasse hergestellt. Die Terephthalsäure wird in diesem Fall noch petrochemisch produziert. Im gleichen Zeitraum kündigte ein japanischer Automobilkonzern an, teil-biobasiertes PET zu produzieren.

Die Terephthalsäure als zweite Komponente für die Herstellung von PET (und anderen Kunststoffen) aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen galt bis dato als aufwändig und teuer. Nun gibt es erste Ansätze, Terephthalsäure wirtschaftlich biobasiert herzustellen.

Ganz egal, ob das PET teilweise oder komplett aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, chemisch ist der Werkstoff mit konventionellem PET identisch und kann insofern problemlos mit diesem zusammen recycelt werden.

PEF

Eine 100% biobasierte Alternative zu PET könnte Polyethylenfuranoat (PEF) sein. Hier wird 2,5-Furandicarbonsäure (FDCA) mit Ethylenglykol zu PEF polymerisiert. In den Niederlanden wurde eine Technolgie entwickelt, um FDCA aus Biomasse herzustellen.

Auswahl an BMEL/FNR geförderten Projekten zu diesem Thema
Forschungsverbund Biopolymere (01.06.2009 bis 31.05.2014)

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