Biopolymernetzwerk Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

PHA

Stärke und andere Kohlenstofflieferanten können auch fermentativ unter Mitwirkung von Mikroorganismen in Biokunststoffe umgewandelt werden. Ein Beispiel sind die Polyhydroxyalkanoate (PHA) oder Polyhydroxyfettsäuren, eine Familie von Polyestern. Diese werden von Bakterien intrazellulär als Speicher- oder Reservestoff eingelagert. Dabei lagern die Mikroorganismen besonders viel Energiereserven (bis zu 80% ihres eigenen Körpergewichtes) ein, wenn das Nahrungsangebot knapp wird. Durch die gezielte Anzucht derartiger Bakterien können PHA industriell gewonnen werden. Zur Familie der Polyhydroxyalkanoate gehören PHB (Polyhydroxybuttersäure oder Polyhydroxybutyrat), PHV (Polyhydroxyvalerat), PHBV (Poly-3-Hydroxy Butyrat-co-Valerat) und einige mehr.

PHA sind als Folien- und Spritzgießtypen und zunehmend auch als Extrusions- und Blasformtypen verfügbar.

Auswahl an BMEL/FNR geförderten Projekten zu diesem Thema
Bedarfsorientierte Entwicklung von Biopolymerwerkstoffen für langlebige technische Anwendungen - Gezielte Modifizierung und Optimierung der Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften von Biopolymeren für langlebige technische Anwendungen (01.09.2010 bis 31.08.2013)
Verbundvorhaben: PHB-Fasern - Übertragung der Labormethoden in industrielle Anwendungen (01.03.2007 bis 31.08.2010)
Verbundvorhaben: Biopolymere auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) (01.09.2005 bis 31.12.2008)
Verbundvorhaben: Tuning von Biopolymeren für die breite Anwendung in aktiven und passiven Funktionsstrukturen (BioFun) (01.07.2005 bis 31.12.2008)