Biopolymernetzwerk Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Einsatz von biobasierten Werkstoffen in der Elektroindustrie

Die Möglichkeiten, den Einsatz herkömmlicher Plaste mit biobasierten Polymeren zu substituieren, sind zahlreich: Kabelummantelungen, Steckdosen und Schalter, Gehäuse und sogar Leiterplatten (hier das Duroplast Epoxidharz) sind erste Beispiele. Doch sind auch die speziellen Anforderungen der Elektronikfertigung und -nutzung wie z.B. Wärmeformbeständigkeit und Stabilität, Schmelzpunkte etc. zu beachten.

Prozessrisiken wie z.B. Feuchteaufnahme, Kupferhaftung und thermisches Verhalten beim Einsatz von biobasierten Werkstoffen können den Markteintritt hemmen - sie sind aber durch die Auswahl geeigneter Werkstoffe in entsprechenden Qualitäten und eine Prozessanpassung sowie -optimierung (Verarbeitung) lösbar.   

Zahlreiche Forschungsprojekte zielen auf die Entwicklung von biobasierten Werkstoffen zum Einsatz in der Elektroindustrie. Nachfolgend ist eine Auswahl dargestellt.

Auswahl an BMEL/FNR geförderten Projekten zu diesem Thema
Verbundvorhaben: Innovative biogene Flammschutzausrüstung für naturfaserverstärkte Formteile mit biogener duroplastischer Matrix (01.10.2014 bis 30.09.2016)
Verbundvorhaben: Entwicklung von Schaltungsträgern auf der Grundlage biobasierter Harze (01.02.2013 bis 31.01.2015)
Verbundvorhaben: Pro Lignin - Hochwertige Produkte aus den Ligninen moderner Bioraffinerien (01.02.2012 bis 31.01.2015)
Verbundvorhaben: Lignin als nachwachsender Rohstoff für Anwendungen in der Elektronik (01.01.2012 bis 31.12.2014)
Verbundvorhaben: Tuning von Biopolymeren für die breite Anwendung in aktiven und passiven Funktionsstrukturen (BioFun) (01.07.2005 bis 31.12.2008)