Biopolymernetzwerk Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Biologische Behandlung

Kompostierung

Kunststoffe, die unter bestimmten Bedingungen biologisch abbaubar sind und dabei vollständig von Mikroorganismen in CO2, Wasser und Biomasse umgesetzt werden, können kompostiert werden. Hierzu sind die einschlägigen Normen wie EN 13432, EN 14855, ASTM D6400 und ähnliche zu beachten.

Es gibt einige Anwendungen, wo die biologische Abbaubarkeit oder die Entsorgung durch Kompostierung Zusatznutzen bringt. So können unverkaufte und im Supermarkt verdorbene Obst- oder Gemüseabfälle zusammen mit einer kompostierbaren Verpackung entsorgt werden. Bei Events können Catering-Geschirr und Speisereste zusammen einer Kompostierung zugeführt werden. Bereits im Jahr 2005 kamen beim katholischen Weltjugendtag rund 7 Millionen kompostierbarer Catering-Einheiten zum Einsatz. Bei der Produktion von Tomaten in Treibhäusern werden seit jeher Kunststoff-Clips eingesetzt, um die Tomatenpflanzen an den Drähten festzuhalten und ein Wachstum in die Höhe zu ermöglichen. Nach der Tomatenernte können solche Clips aus kompostierbaren Kunststoffen zusammen mit den Grünabfällen entsorgt werden. Trotz eines höheren Anschaffungspreises gegenüber herkömmlichen Clips ergeben sich so wirtschaftliche Vorteile für den Tomatenzüchter. Als letztes Beispiel sei noch einmal die Mulchfolie genannt, die nach der Ernte untergepflügt werden kann

Vergärung

Eine weitere Möglichkeit der energetischen Verwertung ist die Biogasifizierung, auch Anaerobic Digestion (AD) genannt. Die Möglichkeiten Abfälle biologisch abbaubarer Kunststoffe in Biogasanlagen in energetisch nutzbares Methan umzuwandeln, werden derzeit intensiv untersucht.

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